Mönchehaus Museum Goslar

Nicht nur für Kunstliebhaber...

Beschreibung

Das Mönchehaus Museum in Goslar widmet sich in wechselnden Ausstellungen der modernen und zeitgenössischen Kunst.

Gegründet wurde das Institut im Jahr 1978 in der Absicht, den internationalen Preisträgern des Goslarer "Kaiserrings" ein geeignetes Ausstellungsforum zu bieten. Den renommierten Kunstpreis vergibt die Stadt Goslar seit 1975 einmal im Jahr an einen herausragenden Gegenwartskünstler. Zu den Preisträgern gehörten u.a. Joseph Beuys, Max Ernst, Victor Vasarely, Christo, Georg Baselitz, Gerhard Richter, ... Cindy Sherman, Olafur Eliasson, Isa Genzken und Wolfgang Tillmans. 2019 erhielt die amerikanische Konzeptkünstlerin Barbara Kruger die begehrte Auszeichnung.

Am 9. Oktober wurden – corona-bedingt mittels Videobotschaft – der Kaiserring 2020 nachträglich an Hans Haacke und der Kaiserring 2021 an Adrian Piper (in Abwesenheit) verliehen. Der/die Kaiserringträger(in) 2022 wird anlässlich des Neujahrsempfanges der Stadt Goslar bekannt gegeben.

In dem Ackerbürgerhaus aus dem Jahre 1528 mit seinen Fachwerkgebäuden, Gewölbekellern und dem Skulpturengarten erleben Sie moderne Kunst in einem historischen Ambiente. Ein reiches Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Künstlergesprächen, Vorträgen, Workshops und Konzerten erweitert das Verständnis für Gegenwartskunst. 
 
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag von 11:00 - 17:00 Uhr

Aktuelle Ausstellungen:

NOT TOO CLOSE

Werke von 28 Studierenden und Absolventen der HBK Braunschweig zum Thema Sex und Gender
22.05. – 10.07.2022

Die 2018 begonnene Ausstellungsreihe in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig findet mit NOT TOO CLOSE ihre Fortsetzung.

Heute wird Sexualität immer häufiger im Kontext von Macht, Ungleichheit, Aggression und sexueller Gewalt diskutiert, während die Befreiungsbewegungen des letzten Jahrhunderts sie vornehmlich mit Glück und Selbstbestimmung in Zusammenhang brachten.

Zudem hat die Queer-Theorie die Geschlechter-Binarität als normierende Kraft und kulturelles Konstrukt kritisch hinterfragt. Die überkommene Aufteilung in Hetero- und Homosexualität wich einer neuen Vielfalt, wie sie in dem Kürzel LGBTQ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer) zum Ausdruck kommt. In Social-Media-Kanälen wie Facebook kann man unter 60 Geschlechtsoptionen wählen. Und schließlich hat der in deutschen Reisepässen mögliche Eintrag „divers“ auch von staatlicher Seite einen Wandel sichtbar gemacht.

Die Ausstellung geht der Frage nach, wie gesellschaftliche Debatten um Machtstrukturen und multisexuelle Identitäten, um biologische und soziale Geschlechterrollen Eingang in die Werke der Studierenden gefunden haben.   Neben acht Videoarbeiten sind vier Installationen, 9 Skulpturen sowie Fotografien, Prints, Zeichnungen, Bilder und Mixed-Media-Arbeiten zu sehen. Während der Laufzeit finden drei Performances (Juraj Cernák, Fingery Eyes (Eva Karduck und Nina Kränsel), Lexi Schnäbele) statt.

Die Ausstellung umfasst rund 50 Werke. Zur Finissage erscheint ein Katalog. 

Beteiligte Künstler_innen: Juraj Cernák, Sonja Doberauer, Josephin Hanke, Jiyoung Hong, Meyrick Payne Kaminski, Fingery Eyes (Eva Karduck und Nina Kränsel), Charlotte Kätzl & Conrad Veit, William Kim, Constanze Klar, Rike Kreyenborg, Juliane Katharina Kühne, Takashi Kunimoto, Jungmin Lee, Tess Robin, Younghee Shin, Lexi Schnäbele, Solvey Schönknecht, Esra von Kornatzki, Cecilia Voßbeck, Marina Witt, Heeae Yang, Simiao Yu, Hyejeong Yun, Zoe Zaucker, Jakob Zimmermann und Zoyeon

 

Kristina Schuldt
Malerei (Arbeitstitel)
17.07.-18.09.2022

Kraftvolle, selbstbewusste Figuren stehen im Mittelpunkt der Malerei von Kristina Schuldt. Ihre dynamischen Bewegungen lassen offen, ob sie sich im Kampf oder Spiel befinden. „Sie wollen Ärger machen, sie kränken, sie reiben sich an ihrer Umwelt; sie trampeln durch die Welt... Teile des Körpers, wie die Beine und Arme, sind Energiebahnen, gefüllt mit so viel Kraft, dass sie fast explodieren“, schreibt Louise Benson über Schuldtes Bildpersonal.

Selten sind die Figuren klar definiert, Körperteile erscheinen häufig fragmentiert. Sie erinnern durch die glänzenden, zylindrischen Formen auch an Maschinen. Geradezu glattpoliert treten die Figuren betont zweidimensional auf die Bildfläche, als hätte man ihnen einen Instagram-Filter übergestülpt. Die Verflechtungen zwischen analoger und digitaler Welt sind ein durchgängiges Thema der Bildwelt von Kristina Schuldt.

Ich versuche meine Erfahrung [...] zu übersetzen in ein Bild, das auch für philosophische oder gesellschaftliche Probleme steht, die es in größeren Zusammenhängen gibt“ sagt die Künstlerin selbst über ihre Arbeiten.

Kristina Schuldt (*1982 in Moskau) studierte von 2002 bis 2009 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Von 2004 bis 2008 besuchte sie dort die Fachklasse für Malerei und Grafik von Annette Schröter und Sighard Gille. Anschließend war sie bis ins Jahr 2009 in der Fachklasse für Malerei und Grafik von Neo Rauch, wo sie 2009 ihr Diplom ablegte. Von 2010 bis 2012 war sie Rauchs Meisterschülerin. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Leipzig.    

 

Mehr als 1100 Bäume
(Arbeitstitel)
31.07.-18.09.2022

Das Ausstellungsprojekt wird im Rahmen des 1100-jährigen Goslarer Stadtjubiläums im Sommer 2022 realisiert; das Konzept hat der Künstler Andreas Greiner, Kaiserringstipendiat 2019, in Zusammenarbeit mit den Verein wald für morgen, Preisträger des Regionalverbands Harz 2020, entwickelt.

Beteiligte Künstller_innen: Julius von Bismarck, Fabian Knecht, Jeewi Lee und Antje Majewski.

 

Das Goslarer Kaiserringstipendium für junge Kunst
25.09.2022-29.01.2023

Die Unterstützung junger Künstler ist ein besonderes Anliegen des Vereins zur Förderung Moderner Kunst (VFK). 1984 hat der Vorstand daher die jährliche Vergabe des Kaiserringstipendiums ins Leben gerufen. Es beinhaltet eine Einzelausstellung im Mönchehaus Museum mit Katalog sowie eine Ankaufsgarantie. Nicht selten ist die Goslarer Ausstellung die erste museale Einzelpräsentation für die Stipendiaten. Die Jury setzt sich aus den Vorstandsmitgliedern, der Direktion des Mönchehaus Museums und externen Fachjuroren zusammen.

Das Goslarer Kaiserringstipendium wird seit 2014 von der AKB Stiftung in Einbeck gefördert.

Namentliche Bekanntgabe im Sommer 2022    

Kaiserringträger_in der Stadt Goslar 2022
09.10.2022 – 29.01.2023
Namentliche Bekanntgabe durch die Stadt Goslar noch im Januar 2022.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der angegebenen Homepage.

Lage und Kontakt

Adresse

Mönchehaus Museum Goslar
Mönchestraße 1
D-38640 Goslar

Telefon:
+49 5321 29570
+49 5321 4948
Fax:
+49 5321 42199

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<b>Ansicht des Mönchehaus Museums Goslar</b><br>(Foto: © Gudrun Kortlüke, Mönchehaus Museum)
Adresse
Mönchehaus Museum Goslar
Mönchestraße 1
D-38640 Goslar
Tel.: +49 5321 29570
+49 5321 4948
Fax: +49 5321 42199
E-Mail: info@moenchehaus.de
Web: www.moenchehaus.de
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